Kommunikation. Unser tägliches Moment und Ziel
Akademische Ausbildungen wie Philosophie, Kommunikationswissenschaft, Psychologie, theoretische und bildende Kunst, Kulturwissenschaft, Musik und Kunstgeschichte bilden unsere breite theoretische Basis.
Dazu kommen Fähigkeiten und Wissen, die/das wir bei Projekten erworben haben. In Verbindung mit hohem Potential an Kreativität, viel Erfahrung und Ambition macht uns das bereit, kommunikative Problemstellungen adäquat zu beantworten.
Theoretische und praktische Fähigkeiten tragen dabei unsere Arbeit gleichgewichtig. Kommunikation bedeutet für uns die Herstellung von Verständnis, Verstehen und freiwilligem Einverständnis – nicht Überredung oder Beeinflussung.
Der Logos als kognitives Feld
Das Feld-Modell begreift den Logos als den Raum der Ermöglichung, in dem Denken und Sinnstiftung überhaupt erst stattfinden können. Er fungiert als eine Art „Infrastruktur des Sinns“, die nicht aus einzelnen Gedanken besteht, sondern das Medium darstellt, in dem Gedanken wie Wellen entstehen und interagieren.
Dieses Feld hat verschiedene Ausprägungen:
- Die Lichtung (Heidegger): Ein Raum der Unverborgenheit, in dem Dinge „anwesend“ sein können und Bezüge zueinander erhalten.
- Die Noosphäre (Teilhard de Chardin): Eine kollektive „Schicht des Denkens“, die als geistiges Kraftfeld alle individuellen Bewusstseinsprozesse verknüpft.
- Die Semiosphäre (Lotman): Ein Raum aus Zeichen und Codes, in dem jeder kognitive Akt in bereits existierende Bedeutungen eingebettet ist.
Die Gravitationswirkung des Logos
Die entscheidende Neuerung dieses Konzepts ist die Ontologisierung des Logos, bei der Sprache und Begriffe als physische Größen innerhalb des Feldes agieren.
- Worte als Massen: In einem „beruhigten“ Logos-Feld (einem Zustand der Stille oder Konzentration) wirkt ein hochverdichtetes Wort nicht mehr als bloße Information, sondern als hochverdichteter Gravitationskern. Begriffe wie „Gott“, „Schuld“ oder „Verrat“ besitzen eine psychische Masse.
- Raumkrümmung und Zerrung: Diese kognitiven Massen krümmen die Wahrnehmung der Beteiligten. Sie verändern die Geometrie des kognitiven Raums so stark, dass andere Gedanken in ihren Orbit gezogen werden. Ein einmal im Feld installiertes Simulacrum (ein künstliches Konstrukt) krümmt den Raum der Möglichkeiten für alle, die an dieses Feld angeschlossen sind.
- Feld-Engineering und Macht: Wer den Logos „promptet“ – also gezielt Begriffe in das Feld einspeist –, betreibt ontologische Architektur. Er verändert nicht nur die Meinung anderer, sondern das Medium, worin sie denken.
- Singularitäten: Im Falle von Ideologien oder Totalitarismus wird das Feld so stark synchronisiert und verzerrt, dass eine Singularität entsteht. In diesem Zustand wird jeder alternative Gedanke (wie Licht in ein Schwarzes Loch) in den dunklen Kern des Ideologems gesogen.
Zusammenfassung der Dynamik
Während klassische Definitionen den Logos oft als starre Vorschrift sehen, beschreibt das Feld-Modell ihn als vernetzt, relational und emergent. Der Mensch ist nicht mehr nur ein Subjekt, das den Logos benutzt, sondern ein Akteur, der in diesem Feld „schwimmt“ und durch jede Äußerung die Textur der Wirklichkeit verändert. Das Feld besitzt dabei eine eigene Trägheit und Autonomie; einmal installierte Konstrukte entfalten eine Eigenlogik, der sich selbst ihre Schöpfer kaum entziehen können.